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1911 |
Der Name
Fellschützengesellschaft Niederhünigen entstand im
Jahr 1911. Aus Initiative von 28 Schützen aus
Nieder- und Oberhünigen, wurde am
29. Januar 1911 im
Schwendlenbad die Feldschützengesellschaft Ober- und
Niederhünigen gegründet. Geschossen wurde beim
Kreuzweg in Oberhünigen, nur auf einem
provisorischen Stand, da er noch nicht anerkannt
war. Der erste Schiesstag war jeweils der
Ostermontag. Das Unterhaltsgeld war auf Fr. 2.-
festgesetzt und Fr. 2.- Eintrittsgeld.
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1912 |
An der ersten
Hauptversammlung wurde beschlossen, Kehrscheiben
anzuschaffen und diese bei Andres Gotfried und
Notz Jakob, beide im Holz in Auftrag zu geben.
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1913 |
An der Hauptversammlung
wurde einstimmig beschlossen, am
Feldsektionswettschiessen teilzunehmen und zudem
eine Busse von Fr. 5.- festgesetzt, der am
Wettschiessen ohne Entschuldigung fernblieb.
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1914 |
Auf den 1. Januar trat
eine neue Schiessverordnung in Kraft, da neue
Munition herausgegeben wurde. Diesen neuen
Anforderungen entsprach die Schiessanlage nicht
mehr, und so musste nach einem neuen Projekt Umschau
gehalten werden. In Anbetracht dass die Gesellschaft
aus Mitgliedern von Ober- und Niederhünigern
bestand, wurde das Projekt gewählt, das den
Oberhünigern und dem Holz am nächsten stand. Nämlich
der heutige Schiessstand Allmend, der bis im
Jahr 2000 benützt und immer wieder ausgebaut
und verbessert wurde. Das zweite Projekt,
Schiesstand hinter Fritz Graf und der Scheibenstand
am "Schmittehoger" wurde fallengelassen.
An der ausserordentlichen Hauptversammlung
erklärten die Oberhüniger den
Austritt
aus der Feldschützengesellschaft mit der Absicht
eine eigene Gesellschaft zu gründen. Nach einer
hitzigen Diskussion wegen der Jahresrechnung, die
mit einem Defizit von Fr. 111.10 abschloss,
und der Enttäuschung über die Oberhüniger,
verlangten die noch in der Gesellschaft verbliebenen
eine Statutenrevision und beschlossen, die
Gesellschaft solle von jetzt an Feldschützengesellschaft Niederhünigen
heissen. Der Bau der Schiessanlage wurde noch
hinausgeschoben. Die Scheiben wurden am Waldrand auf
dem Schafboden aufgestellt und geschossen wurde beim
heutigen Schützenhaus im Freien. Tschanz Jakob
(Grossvater von Ulrich Tschanz Velos/Motos) wurde
als Zeigerchef gewählt, mit einem
Stundenlohn von
Fr. 1.- mit der Auflage, dass er noch einen
zweiten Zeiger zu besolden hatte. Vom Wirt
Schwendlenbad und zwei weiteren Personen wurden
alsbald Einsprachen gemacht, betreffend des
Schiessplatzes und des Scheibenstandes. An einer
Vorstandssitzung vom 6. April 1914
mit
Einbezug eines
Gemeinderates wurde die Angelegenheit geregelt und
die Anstösser zum Teil auch entschädigt. An der
gleichen Sitzung wurde auch beschlossen, an den
Schiessübungen Bier zu verkaufen, da eine
Offerte per Liter franko Schiessplatz zum Preis von
30 Rappen vorlag.
Am 27. Mai 1914 wurde eine ausserordentliche
Hauptversammlung einberufen, welche von 27 Mitgliedern besucht
wurde, um die Streitigkeiten mit den
ausgetretenen Oberhünigern zu schlichten. Es ging um
die Wertschätzung des Scheibenmaterials. Den
Oberhünigern
wurde jedoch nichts ausbezahlt.
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1915-1919 |
Infolge des
ausgebrochenen 1. Weltkrieges passierte bis
1919 nicht mehr viel im Verein.
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1920 |
An der Hauptversammlung
vom 27. Februar lag ein Plan und Devis von Gotfried
Andres vor, für ein Schützenhaus zum Preis
von Fr. 3‘174.-.
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1921 |
Die ausserordentliche
Hauptversammlung am 10. September 1921
beschloss dann einstimmig im nächsten Winter ein
Schützenhaus und einen Scheibenstand zu
erstellen. Die Scheibenzüge wurden in Schaffhausen
bestellt, System Meyer-Moser. Diejenigen Mitglieder
welche ihre vorgeschriebenen Tagwerke nicht
geleistet haben, mussten pro Tag Fr. 5.-
bezahlen.
Das Schützenhaus wurde nach Plan Gotfried Andres
ausgeführt. Merkwürdig war nur, dass nach der
Fertigstellung des Baues kein Brett übrig blieb
um einen Tisch oder einen Bank zu erstellen.
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1922 |
Am 8. Juli 1922
wurde der Feldschützengesellschaft das
Feldsektionswettschiessen dieses Jahres
übertragen mit den Gesellschaften: Häutligen,
Stalden, Konolfingen und Oberhünigen. An
Auszeichnungen wurden 4 Sektions- und 25
Einzelkränze bestellt. Die Schiessresultate waren gar nicht Erfreulich! Den Sektionskranz
erreichte keine einzige Gesellschaft und
Einzelkränze gab es nur 6.
Am 24. Nov. 1922 waren alle
Baukosten
zusammen gestellt und ergab einen Totalbetrag von
Fr. 5‘100.-.
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1923 |
Am Eidgenössischen
Feldschiessen im Jahr 1923 belegte
Niederhünigen
den 1. Rang in der Kategorie 3 vom Landesteil
Emmental.
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1926 |
Im Jahr 1926 wurde
beschlossen auf 6 Scheiben auszubauen. In
diesem Jahr zählte die Gesellschaft
42 Mitglieder.
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1929 |
Im Jahr 1929 nahm die
Gesellschaft das erste mal an einem
Eidgenössischen teil. Mit 26 Schützen fuhren sie
nach Bellinzona.
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1940 |
Infolge der Kriegswirren fand im Herbst 1940 keine
Hauptversammlung statt und auch die Schiesstätigkeit
ging stark zurück, da den Schützen fast keine
Munition mehr zur Verfügung stand.
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1945 |
Die Schützengesellschaft
wurde von den FS Ursellen und Mirchel angefragt
betreffend gemeinsames Z' vierischiessen. Das
Schützenbot entschied sich für Mirchel.
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1949 |
Für Fr. 1420.- wurde die
erste Fahne in Berner Damast von Sigrist
Langenthal
angeschafft. Fahnenweihe im Konolfingerverband
(Eidgenössisches in
Chur).
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1950 |
Beschaffung von neuem
Scheibenmaterial. Scheiben mit Einsatzrahmen.
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1951 |
Verhandlungen mit
Konolfingen-Dorf für ein Z' vierischiessen.
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1952 |
Einbau einer WC-Anlage im Schützenhaus.
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1958 |
Im Scheibenstand wurden
Scheibenzüge montiert und Überdacht.
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1962 |
Einbau einer neuen
Signalanlage und Erweiterung des Schützenhauses
um zwei Läger, dazu Büroraum und Keller.
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1964 |
Das 50 jähriges
Jubiläumsschiessen am 29./30. August wurde
gutgeheissen und Durchgeführt.
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1973 |
Ausserordentliche
Hauptversammlung. Rückzug der Wahl eines Mitgliedes
(Glauser Ulrich) und dann die Wahl von Walter
Brenzikofer.
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1976 |
Besondere Ehrung
für Hans Gfeller. Mit 15 Jahren Munitionsverwaltung
konnte er die Verdienstmedaille in Empfang nehmen.
Das Schützenhaus bekommt einen Wasseranschluss und
die WC-Anlage wurde saniert.
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1982 |
Mithilfe bei der
Durchführung des Emmentalisches Schwingfestes
in Niederhünigen in Zusammenarbeit mit den
Schwingclubs Zäziwil und Oberdiessbach sowie der
Hornussergesellschaft Stalden.
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1983 |
Der Präsident
Hansruedi Schürch tritt nach
30 jähriger
Tätigkeit im Vorstand zurück (1947-1971 und
1977-1983).
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1989 |
Probleme mit dem
Scheibenstand. Wegen eines zu hoch geratenes
Reservoir-Baus
konnten die Scheiben 7 und 8 nicht mehr benützt
werden. Nach zähen
Verhandlungen konnte man
sich auf eine
Entschädigung von Fr. 40'000.- mit der Versicherung
einigen.
An der ausserordentlichen Hauptversammlung wird
die Beschaffung von 4 Elektronischen
Scheiben vom Typ
Polytronic TG 3000 zum Preis von Fr. 86'000.-
beschlossen.
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1990-1991 |
Einbau der
Polytronic-Scheiben im Winter 1990/91. Ebenso ein Umbau inkl.
Lärmschutz vom Schützenhaus. Dies sollte laut
Eidgenössischen
Schiessoffizier genügen, um der 1992 in Kraft
tretenden Lärmschutzverordnung stand zu halten.
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1993 |
Erste
Lärmschutzmessung der Fa. Grollimund und
Petermann AG. Und alsbald stellt sich heraus, dass
die Aussage vom Schiessoffizier nichtig war. An mehr
als 12 Liegenschaften traten zum teil massive
Lärmüberschreitungen auf. Da musste gehandelt
werden, aber wie ?
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1996 |
Beschaffung von
Bildschirmmonitoren zum Preise von Fr. 2'700,- pro Scheibe.
Im Bereich Lärmschutz empfiehlt der Kanton die Einrichtung
von Schutzwände,
Erdwalme und/oder Schiesstunnel. Der Gemeinde wird empfohlen eine
Lärmschutzwand zu erstellen.
Zweite
Lärmschutzmessung durch den Schiessoffizier, mit
und ohne
Lärmschutztunnel. Das Resultat war
negativ.
Wegen der Eidgenössischen Lärmschutzverordnung
müssen wir unseren Stand im März 2002 schliessen.
An einer Vorstandssitzung lässt der Schiessoffizier
einen kleinen Hoffnungsschimmer leuchten. Dank der
guten Auslastung der Anlage, besteht eine Chance die
Lärmsituation mit dem erstellen einer Lärmschutzwand
auf der Nordseite zu verbessern.
Dritte Lärmmessung
mit einer Lärmschutzwand. Das Resultat war leicht
besser, aber immer noch negativ.
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1997 |
Der Bericht vom Kanton
über die Lärmsanierung der Schiessanlage ist
eingetroffen. Die Schiessanlage hat massive
grenzüberschreitende Lärmwerte und muss somit im
März 2002 endgültig geschlossen werden.
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1998 |
Anfragen für möglichen
Wechsel der Feldschützengesellschaft Niederhünigen zu
Stalden oder Ursellen. Beide Vereine gaben Positiven
Bescheid. Unsere Wahl war zur
Feldschützengesellschaft Ursellen.
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1999-2000 |
Wahl eines
Ausschusses für die Aufnahme von Verhandlungen
mit der Feldschützengesellschaft Ursellen mit dem
Ziel die Auflösung der beiden Vereine und eine
Neugründung zu einer Gesellschaft mit
gegengezeichnetem Vertrag und neuen Statuten sowie
neu zu wählenden Vorstand.
Am 31. Dezember
2000 wurde die Feldschützengesellschaft Niederhünigen
aufgelöst.
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