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Das Wappen

Wappen der Gemeinde Niederhünigen

Abgeleitet aus dem älteren Wappen von Oberhünigen. Obschon die beiden Hünigen kirchlich und politisch getrennt sind, versinnbildlichen die Schwäne den Namen hünigen. Beim Stern mag man an Rudolf v. Tavels Erzählung "Der Stärn vo Buebebärg" denken, die sich zum grossen Teil in Niederhünigen abspielt.

1943 wurde das Wappen von der Berner Wappenkommission angeregt und am 29. Dezember 1944 von der Gemeindeversammlung gutgeheissen.

Aus der Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1148 unter dem Namen Huningen inferiori, von 1367 ist die Bezeichnung, Niederhunigen überliefert. Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Huno zurück und bedeutet demnach bei den Leuten des Huno.

Im Mittelalter war Niederhünigen Teil der Herrschaft Hünigen, welche unter der Oberhoheit der Grafen von Kyburg stand. Die Burg des Herren von Hünigen befand sich am Rand des Chisetals, brannte 1588 ab und wurde später nicht mehr aufgebaut. Im Jahr 1406 gelangte das Dorf unter Berner Herrschaft und wurde dem Landgericht Konolfingen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Niederhünigen während der Helvetik zum Distrikt Höchstetten und ab 1803 zum Oberamt Konolfingen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status einer Amtsbezirks erhielt.

Die genaue, spezielle Geschichte der Gemeinde Niederhünigen ist in grossen Teilen unklar. Dafür wissen wir einiges über Niederhünigen durch die Geschichte des Schlosses Hünigen, welches zwar heute auf Konolfinger Boden (Stalden) steht. Die folgenden Angaben stammen aus der Schrift „Aus der Geschichte des Schlosses Hünigen“ von 1977. Ihrem Verfasser, Dr. phil. Heinz Balmer, Konolfingen, sei an dieser Stelle bestens für die Freigabe des auszugsweisen Nachdrucks gedankt!

Im Mittelalter siedelten sich bei uns die Alemannen an: Hunnicho in Hünigen, Kuonolf in Konolfingen, Freimar in Freimettigen, Tesko in Dessigkofen. Die älteste Urkunde, die sich auf unsere Gegend bezieht, stammt vom 27. Mai 1148. Eugen III., der von 1145 bis 1153 Papst war und hart um seine Herrschaft zu kämpfen hatte, hat dieses im Berner Staatsarchiv aufbewahrte Pergament lateinisch beschriftet. Er sichert darin dem Klösterchen Röthenbach, einem Ableger des Kluniazenserklosters Rüeggisberg, seinen Besitz zu, unter anderem „quicquid habetis Hurneseldon, et in Chonolfingen, et in Hochingen, quicquid habetis in villa Hunigen superiori et inferiori“: „was immer ihr habt in Ursellen und in Konolfingen und in Hötschigen, was immer ihr habt im oberen und unteren Landgut Hünigen“.

1361 kaufte Konrad vom Holz (Bürger und mehrmaliger Schultheiss von Bern) Güter „gelegen in dem twinge und banne der dörffern und dorfmarchen ze Wile, ze Hönstetten, ze Hunigen, ze Hötschigen, ze Hurnseldon, ze Herolfingen, ze Hurnberg“ (Schlosswil, Grosshöchstetten, Hünigen, Hötschigen, Ursellen, Herolfingen und Hürnberg). Um 1400 stand die alte Burg, wohl als Wasserburg, auf dem Erdhügel im Moos westlich vor dem Dorfeingang von Niederhünigen.

Die Geschlechter Senn von Münsingen, die Brüder Bokess von Thun, verschiedene Berner Patrizier, die Scharnachtal und die von Erlach waren der Reihe nach Besitzer von Hünigen. Von 1588 bis 1922 waren die May die Herren von Hünigen. Sie taten mit Weitsicht und Weltoffenheit vieler für das Schloss Hünigen und seine Umgebung.

 

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